Kickboxen und Surfen sollen Géraldine Ruckstuhl vom Olympia-Out ablenken

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Mit der Nichtselektion für die Olympischen Sommerspiele in Tokio muss Géraldine Ruckstuhl einen herben Rückschlag verarbeiten. (Bild: Keystone)

Fünf Jahre hat Géraldine Ruckstuhl auf die Teilnahme bei den Olympischen Sommerspielen in Tokio hingearbeitet. Wenige Meter vor dem Ziel ist ihr Traum geplatzt: In Absprache mit Swiss Athletics entschied sich Swiss Olympic gegen eine Selektion, weil Ruckstuhls Formstand ein Aufgebot nicht genügend gerechtfertigt hätte. Das Verdikt bildet den negativen Höhepunkt einer missratenen Saison: Wegen einer Fussverletzung konnte Ruckstuhl in diesem Jahr keinen Siebenkampf beenden und die Olympialimite von 6420 Punkten nicht angreifen.

Bitter ist für die 23-jährige Altbüronerin, dass sie am Stichtag den 24. Platz in der Weltrangliste belegte und somit als letzte Athletin für den olympischen Wettkampf selektionierbar gewesen wäre. Dass sie die Reise nach Japan trotzdem nicht antreten dürfe, sei sehr frustrierend. «Ich bin wütend und enttäuscht, Tokio war meine tägliche Motivation. Verletzungen gehören zum Sport dazu, aber es ist ärgerlich, dass ich ausgerechnet in diesem Jahr meine Leistung nicht abrufen konnte», sagt Ruckstuhl, betont aber: «Gleichzeitig kann ich sagen, dass ich mich für Olympia qualifiziert und mein Ziel grundsätzlich erreicht habe.»

Die letzten Tage waren eine emotionale Achterbahnfahrt
Weil Ruckstuhl das Olympiaticket entweder per Limite oder via Weltrangliste lösen musste, blieb der Luzernerin keine andere Wahl, trotz Verletzung ihr Glück an den Wettkämpfen zu versuchen. «Weil sich nur die 24 besten Siebenkämpferinnen der Weltrangliste für Tokio qualifizieren, durfte ich meiner Sache nie sicher sein, dank meines Weltranglistenplatzes selektioniert zu werden», erklärt Ruckstuhl. Eine Auszeit lag unter diesen Umständen nicht drin. «Ich stand ständig unter Druck und musste Resultate liefern, um meine Olympia-Chance zu wahren. Für den Fuss war das nicht ideal», sagt sie weiter.

Die letzten Tage bezeichnet Géraldine Ruckstuhl als eine «Achterbahnfahrt der Gefühle». Um den Dämpfer zu verarbeiten, hat sie viele Gespräche geführt und sich dem Kickboxen gewidmet. «Ich musste meine Aggressionen rauslassen. So konnte ich den Kopf abschalten, mich auspowern und alles vergessen«, sagt Ruckstuhl und erwähnt, dass eine Aussprache mit ihrem Team, Swiss Athletics und Swiss Olympic geplant sei.

Vorerst steht aber die Erholung im Vordergrund. Gestern Freitag reiste Géraldine Ruckstuhl für dreieinhalb Wochen nach Costa Rica, wo sie beim Surfen und im Dschungel Energie tanken will. «Ich werde einfach in den Tag hineinleben, das Handy ausschalten und nicht erreichbar sein«, sagt sie. Nach der Rückkehr widmet sich Ruckstuhl der vollständigen Genesung ihres Fusses, ehe sie mit neuem Tatendrang den Wiederaufbau beginnt. Schliesslich stehen in den nächsten Jahren mit den Europa- und Weltmeisterschaften sowie den Olympischen Sommerspielen 2024 in Paris bereits die nächsten Ziele an. «Dort will ich definitiv dabei sein«, sagt Ruckstuhl.

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