Weil sie saniert wird: Badener Stadtkirche präsentiert sich in den Farben des FC Basels

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Die katholische Kirche Maria Himmelfahrt ist gut verpackt. Hinter den Tüchern wird fleissig gearbeitet. Zara Zatti

Die Stadtkirche Baden sieht momentan aus wie ein übergrosser FC-Basel-Fanartikel. Sie ist eingehüllt in ein rot-blaues Gerüstkleid, nur die Spitze des bunten Ziegelturms schaut noch heraus. Grund für die Verkleidung ist die Sanierung, die noch bis Ende November dauern wird.

Vor der katholischen Kirche wartet Steinrestaurator Tobias Hotz von der Firma TH-Conservations aus dem Kanton Thurgau. Er ist einer der zahlreichen Experten, welche die Kirche aus dem 15. Jahrhundert auf Vordermann bringen. Umfassend renoviert wurde sie zuletzt im Jahr 1967.

Zu dritt arbeiten die Restauratoren an den gotischen Fenstern

Hotz und sein Team sind zuständig für die acht gotischen Masswerkfenster aus Sandstein. Witterung und Vogeldreck haben sie in Mitleidenschaft gezogen, es entstanden Risse, Teile sind abgebrochen. Ein Lift fährt Hotz hinauf zum Turm der Kirche Maria Himmelfahrt. 52 Meter hoch ist dieser. Wäre die rot-blaue Abdeckung nicht, man hätte eine atemberaubende Sicht auf Baden.

Oben warten die Restauratorinnen Alicia Ledergerber und Sarah Allmendinger, die schon seit Anfang Juni an den Fenstern arbeiten. Diese mussten in einem ersten Schritt gründlich gereinigt werden. Danach tränkten sie den Stein mit einem Festigungsmittel, das verhindert, dass der Sandstein weiter abbröckelt.

Tobias Hotz und Sarah Allmendinger besprechen die nächsten Schritte am Kirchenfenster.

Tobias Hotz und Sarah Allmendinger besprechen die nächsten Schritte am Kirchenfenster.

Zara Zatti

Die Fenster an der Westseite der Kirche sind deutlich mehr beschädigt als auf der gegenüberliegenden Seite: «Das liegt daran, dass von Westen die Witterung stärker ist», erklärt Hotz. Risse, die so entstanden sind, füllen die Restauratoren mit einer Injektion und verschliessen sie mit Mörtel. Grössere fehlende Stücke werden aus optischen Gründen neu angesetzt. Aber: «Es ist nicht das Ziel, den Originalzustand wiederherzustellen, sondern neue Schäden zu verhindern.»

Tobias Hotz schaut, welches Füllmaterial farblich am besten zum Originalfenster passt.

Tobias Hotz schaut, welches Füllmaterial farblich am besten zum Originalfenster passt.

Zara Zatti

Je nach Grösse braucht das Restauratorenteam zwei bis drei Wochen für ein Fenster. Während der Unwetter der letzten Wochen mussten sie jeweils pausieren: Während der Arbeiten darf der Sandstein nicht nass werden. «Wir sind dennoch gut im Zeitplan», sagt Franziska Herzog, die die Bauleitung für die Sanierung übernimmt. Das liege auch daran, dass die Kirche aussen weniger beschädigt sei, als man zuerst angenommen hat.

Die Kirche sieht nach der Sanierung gleich aus wie vorher

Neben der Restauration der Fenster wird die Kirche allgemein aufgefrischt: Es finden gründliche Reinigungsarbeiten statt, die Chor- und Beichtstühle werden instand gestellt, die Ölbilder restauriert und die Elektroinstallationen komplett saniert. Parallel zu den Kirchenfenstern finden aktuell die Arbeiten an den Holzwerksachen statt. «Danach sieht man auch die schöne und hohe Qualität des Eichenholzes wieder», sagt Herzog.

Neben der Holzsanierung werde man vor allem die Reinigungsarbeiten sehen: «Wir haben an einigen Stellen schon zu putzen begonnen und der Unterschied ist frappant.» Ansonsten wird sich die Kirche optisch nicht gross verändern: «Sie sieht nachher gleich aus wie vorher.»

Eine Änderung gibt es aber doch: Das Kirchenschatzmuseum erhält eine neue Einrichtung und einen zusätzlichen kleinen Raum. Das runde Fenster des Museums wird zudem von der Aargauer Künstlerin Gabi Fuhrimann gestaltet. Auf dem bunten Glas wird eine Frauenfigur zu sehen sein.

 
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