Gold, Silber und Bronze für die Schweiz! Jolanda Neff ist Olympia-Siegerin im Mountainbike vor Sina Frei und Linda Indergand

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Sina Frei, Jolanda Neff und Linda Indergand (v.l.n.r.) jubeln im Ziel nach ihrem Dreifach-Triumph. Thibault Camus/Keystone
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Jolanda Neff ist Olympia-Siegerin im Mountainbike. Thibault Camus
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Drei Schweizerinnen auf dem Siegerpodest. Christophe Ena

Jolanda Neff, Sina Frei und Linda Indergand schreiben in Tokio Schweizer Sportgeschichte. Sie sorgen im Mountainbike-Rennen der Frauen bei den Olympischen Spielen in Tokio für einen Schweizer Dreifachsieg.

Gold für Neff, Silber für Frei, Bronze Für Indergand – das gab es noch nie.

Neff hatte vor zwei Jahren mit dem Testevent das bisher einzige Rennen auf dem Olympia-Kurs gewonnen. Ihr spielt zudem in die Karten, dass die Ausläufer des Taifuns Nepartak für zum Teil starke Regenfälle gesorgt und die Strecke auf der Izu-Halbinsel rund 100 Kilometer ausserhalb von Tokio schlammig und damit technisch sehr anspruchsvoll gemacht hat. Bereits nach zwei Runden liegt Neff eine halbe Minute vor dem Rest. Bis zu Rennhälfte baut sie ihre Führung auf über eine Minute aus. Die ersten Verfolgerinnen? Sina Frei und Linda Indergand, zwei Schweizerinnen.

Neffs Triumph nach Milzriss und Lungenkollaps

Die Ostschweizerin Neff war zwar schon Weltmeisterin, Gesamtweltcup-Siegerin, Europameisterin, vor den Olympischen Spielen in Tokio galt sie aber nicht als Favoritin. Am Weihnachtstag 2019 hatte sie sich bei einem Trainingssturz in den USA einen Milzriss und Rippenbrüche zugezogen und einen Lungenkollaps erlitten. Auch in der Vorbereitung lief nicht alles optimal. Mitte Juni brach sie sich die linke Hand, was sie im Training einschränkte. Der Umstellung konnte sie aber auch Positives abgewinnen: «Man hat einen anderen Fokus, man ist ruhiger, hat Zeit, seine Sachen zu machen. Ich habe die Vorbereitung genossen», sagte sie letztlich sogar.

Die 24-jährige Sina Frei liegt im Gesamtweltcup zwar auf dem vierten Rang, auf dem Podest stand die zweifache Junioren-Weltmeisterin aber noch nie. Nun kommt sie bei den Olympischen Spielen zu dieser Premiere.

10 Mountainbike-Medaillen seit 1996

Die 28-jährige Urnerin Linda Indergrand untermauerte ihre gute Form mit den Rängen 6 und 7 in den letzten Weltcup-Rennen vor den Olympischen Spielen. Ihre Nomination war nicht unumstritten, auch Alessandra Keller wäre für einen Startplatz in Frage gekommen. Bei den Olympischen Spielen 2016 in Rio de Janeiro hatte sie sich im 8. Rang.

Für die Schweiz sind e die Medaillen 8 bis 10, seit Mountainbike 1996 ins olympische Programm aufgenommen worden ist. Bei der Premiere 1996 gewann Thomas Frischknecht Silber, 2000 in Sydney holten Barbara Blatter Silber, Christoph Sauser gewann Bronze. Ab 2008 komplettierte Nino Schurter mit Bronze in Peking, Silber in London und Gold in Rio de Janeiro seinen persönlichen Medaillensatz. Nur bei den Olympischen Spielen 2004 in Athen ging die Schweiz im Mountainbike leer aus.

Nach Silber von Mathias Flückiger im Mountainbike und Bronze von Nina Christen im Schiessen kommen bei den Olympischen Spielen in Tokio nun gleich drei Schweizer Medaillen im Mountainbike: Gold durch Jolanda Neff, Silber durch Sina Frei und Bronze durch Linda Indergand.

 
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