«Mi Heitere-Momänt»: Ein Basecap führt zum Freudentaumel

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Luca mit dem Basecap, rechts seine Mutter Rosa. Bild: Screenshot
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Rosa Buchmüller ist ein «Tanzfüdle» und geht gerne an Festivals. Bild: jam

Die dänische Band Lukas Graham mit Frontsänger Lukas Forchhammer ist für Rosa Buchmüllers schönsten Heitere-Moment verantwortlich. Und eigentlich auch ihr Sohn Luca. Aber davon später.

Aufgewachsen ist Rosa Buchmüller – sie hat süditalienische Wurzeln – in Oftringen. Seit bald 35 Jahren wohnt sie gemeinsam mit ihrem Mann in Zofingen. Die heute 54-Jährige hat zwei Kinder im Alter von 28 und 26 Jahren. Dass mit dem Heitere Open Air ein tolles Festival praktisch direkt vor ihrer Haustüre stattfindet, geniesst Rosa Buchmüller. Weder die Comedy-Anlässe noch die Magic Nights hat sie bisher verpasst. Und in den letzten Jahren kaufte sie auch immer wieder einen Drei-Tages-Pass. «Am Freitag schaue ich jeweils, dass ich entweder frei habe oder nur bis 17 Uhr arbeiten muss», sagt Rosa Buchmüller und lacht herzlich. Von der Organisation des Festivals ist sie begeistert. «Das Heitere Open Air hat sich super entwickelt», konstatiert sie.

Das Heitere, das bedeutet für sie Unterhaltung, Lebensfreude, Musik und tanzen. «Ich bin ein Tanzfüdle», sagt Rosa Buchmüller. «Und ich gehe gerne unter junge Leute, das hält mich fit, so bleibe ich am Ball.» Jung ist auch Lukas Forchhammer, Frontsänger der Band Lukas Graham. Ebenso jung ist ihr Sohn Luca, der ein riesiger Fan der Dänen ist. Und als die Heitere-Organisatoren angekündigt hatten, dass Lukas Graham am Zofinger Open Air auftreten, war für Rosa Buchmüllers Sohn klar, dass er ein Ticket haben muss. «Und ich als grosser Fan von meinem Sohn wollte ebenfalls dabei sein und seine Emotionen miterleben», sagt Rosa Buchmüller.

«Lukas Graham verzauberte mich mit der Musik»

Und was das für Emotionen waren. Eine Stunde vor Konzertbeginn ergatterte sich Rosa Buchmüller zusammen mit ihrem Sohn einen Platz zuvorderst an der Bühne. Und das, obwohl sie Lukas Graham zuvor gar nicht kannte – von einem Lied abgesehen. «Wir waren alle so nervös. Je näher der Auftritt kam, desto spannender wurde es für mich, denn mein Sohn war bereits in die Welt mit Lukas Graham eingetaucht», schildert Rosa Buchmüller die Situation. Noch vor dem Konzert sagte die Freundin von Rosa Buchmüllers Sohn, dass Luca jedes Lied mitsingen werde. Und tatsächlich. «Er sang jedes Lied mit, genoss jede Sekunde. Und mich bat er, das Handy wegzustecken und stattdessen das Konzert zu geniessen.» Gänzlich erfüllen konnte sie ihrem Sohn diesen Wunsch nicht. «Ich musste einfach seine Freude festhalten», sagt Rosa Buchmüller. Dabei liess auch sie sich von derStimmung mitziehen. Hin und wieder übersetzte ihr Luca die Songtexte. «Lukas Grahamverzauberte auch mich mit der Musik. Und es erwärmte mein Herz, mein Kind so glücklich zu sehen.»

Dann stimmte die Band das letzte Lied an. Der Frontsänger ging auf der Bühne hin und her, in der Hand sein Basecap, das er zu Beginn des Konzerts trug. «Ich ahnte, dass er dieses wohl jemandem schenken würde», erinnert sich Rosa Buchmüller. Gedanklich habe sie mit Lukas Forchhammer zu kommunizieren angefangen: «Bitte gib das Cap meinem Sohn!» Und dann kam er, dieser spezielle Heitere-Moment: Der Sänger zeigte auf Rosa Buchmüllers Sohn Luca, beugte sich vor und überreichte ihm tatsächlich das Cap. Festgehalten wurde dieser Moment von den TV-Kameras von SRF – und von Rosa Buchmüllers Herz. «Mit Worten kann ich nicht beschreiben, wie unendlich glücklich ich in diesem Moment war.» Sogar einige Tränen flossen. «Das Gesicht meines Sohnes in diesem Moment werde ich nie mehr vergessen. Er war so dankbar und ich auch. Lukas Forchhammer hat uns eine grosse Freude bereitet.» Dank des Konzerts habe sie eine neue Seite ihres Sohns kennengelernt.

Eine Woche später – «gut habe ich das Handy hin und wieder gezückt» – schenkte Rosa Buchmüller ihrem Sohn eine Collage mit den Bildern vom Konzert. An den emotionalen Abend erinnert sich Rosa Buchmüller gerne zurück. Und seither hat die Band Lukas Graham einen neuen Fan. «Auch wenn ich nicht dieser Generation angehöre», scherzt Rosa Buchmüller, die ans Heitere gehen will, «solange die Füsse mich tragen». Einen Wunsch hat sie noch: Irgendwann noch einen Abend am Volksschlager zu verbringen.

Serie

Die Liebe des Lebens, eine neue Erfahrung oder ein Erlebnis mit einem Künstler: In der Serie «Mi Heitere-Momänt» blickt das Zofinger Tagblatt zurück auf spezielle Open-Air-Momente. So soll in der traditionellen Heitere-Woche trotzdem etwas Festivalgefühl aufkommen, obwohl die Pandemie den Veranstaltern auch dieses Jahr eine normale Durchführung verhindert hat. Die reduzierte Version des Festivals findet statt vom 10. bis 12. September.

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