«Tag des Denkmals»: 1600 Besucher strömten nach St. Urban

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Ein Höhepunkt der Führung: Das aus Eiche und Nussbaum geschnitzte Chorgestühl. Bild: Kathrin Aerni

Es ist Sonntagmittag, die hellen Glocken der Klosterkirche St. Urban sind zu hören. Bereits seit 24 Stunden wirkt das ehemalige Kloster wie ein Magnet auf Menschen. Erneut versammeln sich zahlreiche Besucher. Ausgerüstet mit Masken, Fotoapparaten oder Handys nehmen sie an verschiedenen Führungen rund ums Kloster teil. Anlass sind die 48. «Europäischen Tage des Denkmals», für die die Kantonale Denkmalpflege und Archäologie Luzern ein umfangreiches Programm organisiert hat.

Ein Juwel aus barocker Zeit

Im Mittelpunkt stand heuer im Kanton Luzern das ehemalige Zisterzienserkloster St. Urban und dessen 800-jährige wechselvolle Geschichte. Die ehemals bedeutende Abtei wird bekanntlich seit dem 19. Jahrhundert auch als Psychiatrie genutzt. Sie ist aber gleichzeitig seit vielen Jahren auch ein Schwerpunktthema für die kantonale Denkmalpflege und Archäologie. Kein Wunder: Aus dem im Hochmittelalter gegründete Konvent hat sich eine der bedeutendsten barocken Klosteranlagen der Schweiz entwickelt. Sie beeindruckt mit dem hölzernen Chorgestühl der Klosterkirche, dem Hochaltar, mit der 300-jährigen alten Orgel, mit dem grössten barocken Treppenhaus und mit einem prunkvollen Festsaal.

Am Sonntag gab die 32-jährige Organistin Aurore Mercédès Baal aus Zug ein Konzert zur italienischen und süddeutschen Orgelliteratur aus dem 17. und 18. Jahrhundert zum Besten. Das imposante Tonerlebnis fand grossen Anklang beim Publikum. Interessierte durften sogar selbst in die Tasten greifen. Das historisch wichtige Instrument beeindruckte nicht nur durch sein Äusseres. Die Orgel gehört mit 40 Registern, über 2500 Pfeifen und drei Manualen zu den grössten, gut erhaltenen Barockorgeln Europas.

Die Tage des Denkmals standen unter dem Motto «Gewusst wie». Zu den zahlreichen Veranstaltungen gehörte ein archäologischer Parcours. Der Klosterziegler Richard Bucher zeigte, wie Mönche Baukeramik herstellten. Besucher konnten Ziegel selber bemalen und heimnehmen.

Die Anlässe in St. Urban stiessen auf grosses Publikumsinteresse. «Ich bin sehr zufrieden mit den über 1600 Eintritten», sagte der zuständige Denkmalpfleger Matthias Steinmann.

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Der Klosterziegler Richard Bucher zeigte alte Handwerkstechniken.
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