Behördenirrsinn? 130 Jahre alte Wasserleitung braucht plötzlich eine Bewilligung

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Die Wasserleitung, ein Metallrohr in der Dimension eines Gartenschlauchs, führt gut versteckt über den Meisterschwander Dorfbach. Bild: Urs Helbling / Aargauer Zeitung

In Meisterschwanden liegt einmal mehr ein Baugesuch auf, das Normalsterbliche den Kopf schütteln lässt. Wie zuletzt beim nachträglichen Gesuch für ein Gartenhäuschen (5,4 auf 2,5 Meter) in Tennwil (Gemeinde Meisterschwanden).

Oder beim nachträglichen Gesuch für die Erneuerung einer Stützmauer und den Ersatz von Granitplatten durch einen Betonbelag sowie einer Tessiner Pergola durch einen Sonnenschutz. Und in schlechtester Erinnerung ist der Streit um einen Sandkasten, Kieswege und etwa einen Römerkrug ebenfalls in Tennwil – dieser Fall ist beim Verwaltungsgericht hängig.

Die dünne Wasserleitung sieht nur, wer sie sucht

Während die drei Tennwiler Beispiele innerhalb des Perimeters des Hallwilerseeschutzdekrets liegen, ist dies bei der Meisterschwander Wasserleitung nicht der Fall. Sie führt in einer Höhe von 1,9 Metern über den Dorfbach. Wer nicht weiss, dass es die Leitung gibt, wird sie nie sehen, da sie sich im weitgehend zugewachsenen Töbeli beim neuen Werkhof (Flückenweg) befindet.

Es handelt sich nicht um einen Neubau, für den bis am 27. September ein Baugesuch aufliegt. Es ist ein nachträgliches Baugesuch – in extremis. Die Leitung wurde, so erklärt ihr Besitzer Stefan Laib, 1890 erstmals erwähnt. Sie führt von einer Quelle zum «Bändelihaus» und speist dort einen denkmalschützerisch wertvollen Brunnen.

Baugesuchsverfahren wird 1000 Franken kosten

Das «Bändelihaus» war einst Teil der lokalen Strohindustrie und beherbergt heute auf zwei Etagen Gegenstände der Stiftung Militär- & Kunstsammlung Laib.

Das Baugesuch für die Leitung hat eine lange Vorgeschichte, in die sogar Landammann Stephan Attiger involviert war. Stefan Laib ärgert sich, dass seine Laibag AG jetzt, wie er sagt, auf Druck der Gemeinde das Gesuch auflegen lassen musste.

Einerseits, weil ihm Kosten von etwa 1000 Franken entstehen. Andererseits, weil die Gemeinde weiter talwärts selber eine solche Leitung besitzt, für die sie, so sagt Laib, nie um eine Baubewilligung hatte nachsuchen müssen.

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