Kampf gegen Littering: Oftringen führt neue Massnahmen ein

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Solche Bilder soll es künftig aus Oftringen nicht mehr geben (Symbolbild).

Littering stört und schadet der Umwelt. Die Gemeinde Oftringen setzt deshalb auf eine neue Massnahme gegen herumliegenden Abfall: Sogenannte Raumpatinnen und Raumpaten übernehmen jeweils die Verantwortung für ein festgelegtes Gebiet und räumen dieses regelmässig auf. «Die Gemeinde stellt Hilfsmittel zur Verfügung und übernimmt dann die Entsorgung des gesammelten Materials», heisst es in einer Medienmitteilung.

Raumpatenschafts-Projekte werden bereits von mehreren Schweizer Städten und Gemeinden durchgeführt. So sammeln Schulklassen auf dem Schulweg Abfall ein, Fussballvereine übernehmen die Pflege der Sportanlagen oder Einwohnerinnen und Einwohner räumen Strassenabschnitte oder rund um öffentliche Grillplätze auf. Die Massnahme ist kostengünstig, entlastet den Reinigungsdienst und reduziert nachweislich das Littering.

Regelmässige Aufräum-Touren sorgen für eine saubere Gemeinde

Damit möglichst viele Gebiete abgedeckt werden können, sucht die Gemeinde Oftringen nun nach Personen, Gruppen und Organisationen, die eine Raumpatenschaft übernehmen möchten. Alle können sich als Raumpaten engagieren, zum Beispiel Detailhändler, Politikerinnen und Politiker, Vereine, Schulklassen, Asylsuchende, Familien und Einzelpersonen. Mit regelmässigen Aufräum-Touren sorgen sie dafür, dass ihr Gebiet frei von störendem Abfall ist.

«Eine Raumpatenschaft ist eine Win-win-Situation», lässt sich Nora Steimer, Geschäftsleiterin der IG saubere Umwelt (IGSU), die Raumpatenschafts-Projekte fördert, in der Medienmitteilung zitieren. «Nicht nur die Gemeinde Oftringen und ihre Einwohnerinnen und Einwohner profitieren von einer sauberen Umwelt. Schüler lernen so beispielsweise den korrekten Umgang mit Abfall, Vereine können eine Raumpatenschaft fürs Teambuilding nutzen und umweltbewusste Personen können sich mit Gleichgesinnten vernetzen.» Dafür führt die Gemeinde Oftringen mindestens einmal pro Jahr einen gemeinsamen Anlass mit den Raumpaten durch. Am Projekt interessierte Personen melden sich beim Dienstleistungsbetrieb Gemeinde Oftringen, Bauen Planen Umwelt, 062 789 81 20.

Dass Raumpatenschafts-Projekte gegen Littering wirken, wurde in einer zweiteiligen Studie der IGSU und der ETH Zürich nachgewiesen, die 2015 und 2016 im Auftrag des Bundesamts für Umwelt (BAFU) zum Thema Raumpatenschaften durchgeführt wurde. Durch die regelmässige Pflege sind die Orte aufgeräumter und sauberer, wodurch die Hemmschwelle steigt, Abfälle liegen zu lassen. Deshalb unterstützt die IGSU Städte und Gemeinden dabei, eigene Raumpatenschafts-Projekte durchzuführen. (zt)

Weitere Informationen finden Sie unter www.raumpatenschaft.ch und www.igsu.ch.

Ihr Eintrag wird nach einer Überprüfung online gestellt.

Erziehung ist Elternsache

Peter Kaufmann Einkaufstourist
schrieb am 25.09.2021 06:16
Als wöchentlich bekennender Einkaufstourist Deutschland' s fahre ich mit meinem billigen Auto auf dessen Strassen und habe noch nie wo eine Dose oder PET Flasche gesehen. Im Gegensatz zu uns haben die Deutschen zudem viele Abfalleimer entfernt, wo man bei uns zum Ärger der Hauswarte selbst in Grünkübeln immer wieder Redbull Dosen findet. Übrigens zum Umweltberater: Meine Pfand Rückgabe funktioniert überall, das Problem wo Sie ansprechen war vor Jahren so. Und früher wurden Kinder noch von Eltern erzogen, nur heute sind es wohl unsere Lehrer, da beide Elternteile arbeiten, dass das teure Auto finanziert werden kann.

Pfand ist keine Lösung

Christian Schulthess, Umweltberater
schrieb am 20.09.2021 10:45
Leider sind die Strassen in Deutschland trotz Pfandsystem nicht sauberer als bei uns. Dafür sieht man bei uns keine Randständigen die Mülleimer auf der Suche nach verwertbarem durchwühlen und die Detailhändler müssen keine platzfressende Infrastruktur für die Annahme von Pfandartikeln bereitstellen. Probieren sie in Deutschland einmal eine Flasche zurückzugeben, die Sie nicht in diesem Geschäft gekauft haben. Es kann gut sein, dass Ihnen die Rücknahme verweigert wird. Und dann dürfen die PET-Flaschen oder Dosen auf keine Fall zusammengedrückt sein. Sonst kann der Automat (der die Flaschen dann presst) den Code nicht mehr lesen. Abgesehen davon ist die Rücklaufquote von PET und Aludosen in der Schweiz gegenüber dem nahen Ausland geradezu rekordverdächtig hoch, auch ohne Pfand.
In den Oftringer Schulen ist Abfallunterricht ein wesentlicher Bestandteil des Schulstoffs. Zudem helfen die Schüler aktiv mit, die Gemeinde sauber zu halten, wie zum Beispiel anlässlich des Clean-Up-Days letztes Wochenende.

Littering ein weiteres Gesellschaftsproblem

Peter P.
schrieb am 19.09.2021 16:30
Früher war wirklich nicht alles Besser, aber das gab es so nicht.
Scheint wie vieles andere auch ein sozio-gesellschaftliches Problem zu sein.
Da nützen die Freitags Demos herzlich wenig, wenn man sieht wie es nach Partys oder sonstigen Open Air Veranstaltungen aussieht.
"Save the Planet", aber den Dreck lässt man liegen.

Littering hat mit Anstand zu tun

Peter Kaufmann
schrieb am 19.09.2021 09:09
Als regelmässiger Friedhofgänger, traf ich mehrmals Abfall von Fastfood auf dem Parkplatz an. Da bei der heutiger Generation die Erziehung von zu Hause ein Fremdwort ist, passiert es, dass diese den Abfall auf die Strasse schmeissen. Es würde viel mehr Sinn machen, wenn endlich für jede Getränkeflasche oder Dose einen Pfand wie wir es aus Deutschland kennen, eingeführt wird. Ich Frage mich, warum man in Oftringen nun freiwillige Helfer sucht, die einer Minderheit von Bürgern den Dreck wo diese hinterlassen aufnimmt. Prävention sollte normal schon im Vorschul oder Schulalter thematisiert werden und allenfalls danach Güselsünder mit einer Busse von 200 Franken belangt werden, denn so hat man das Litteringproblem unter Kontrolle.

Peter Kaufmann
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