Seppe Odeyn und Merle Brunnée gewinnen beim äusserst harten 32. Powerman Zofingen die WM-Titel

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Die Deutsche Merle Brunnée lief bei ihrem ersten Duathlon-Rennen überhaupt als Weltmeisterin ins Ziel. (Bild: Michael Wyss)

Die Bedingungen waren hart beim 32. Powerman Zofingen. Kaum 10 Grad warm war es, und ab dem Startschuss der Frauen fielen Regentropfen vom Himmel, zeitweilen wie wie Bindfäden, aber nicht dauerhaft so stark, wie die Wettervorhersage prognostizierte. Hingegen fielen die Temperaturen auf einmal deutlich. Einige Athleten versuchten, sich mit Ärmlingen und Handschuhen zu schützen. Doch als sie ihre Helme aufsetzten in der Wechselzone, wurden sie vom Wasser darin kalt geduscht. Die Boxen, in denen die Sportler ihre Kleider deponierten, verkamen zu wassergefüllten Behältern.

Wer richtig gepackt und genug warmes Outfit bereit hielt, war definitiv im Vorteil. "Es war belgisches Wetter", meinte Seppe Odeyn - logischerweise liegen dem Belgier solche Bedingungen. Bei seiner siebten Powerman-Teilnahme wusste er seine Kräfte gut einzuteilen, powerte auf der letzten Radrunde so richtig und erarbeitete sich so den entscheidenden Vorsprung. Auf der Laufstrecke vermochte ihn niemand mehr einzuholen, Odeyn holte sich nach 2016 erneut den WM-Titel. Hinter ihm wurde, wie bei der letzten Ausgabe 2019, Jens-Michael Gossauer Zweiter. Der Zürcher verlor gut 12 Minuten auf Gold. "Ich habe alles gegeben, hatte extreme Schmerzen, ich erwischte eigentlich einen ganz schlechten Tag, Silber was das Beste, was ich herausholen konnte", meinte er. Bronze ging an den Franzosen Matthieu Bourgeois. 

Eine höchst erfolgreiche Premiere

Ein neuer Name im Duathlonsport tauchte im Frauen-Rennen auf: Merle Brunnée. Die Deutsche musste, anders als viele Favoritinnen wie die Schweizerinnen Nina Zoller und Melanie Maurer, nicht frühzeitig die Segel streichen. Sie realisierte erst, als sie von der Radstrecke in die Wechselzone kam, dass sie in Führung lag. Den Vorsprung von rund 12 Minuten verwaltete die Marathon-Läuferin und starke Radfahrerin clever. Und so lief die Triathletin bei ihrem ersten Duathlon und bei ihrem ersten Langdistanz-Rennen überhaupt – und bei ihrer ersten WM – überglücklich als Siegerin ins Ziel. Platz 2 ging an die Slovakin Nikola Corbova. Die Bernerin Sarah-Noemi Frieden finishte als Dritte und sicherte der Schweiz somit auch bei den Frauen Edelmetall. 

Kein Regen, sondern ein Wermutstropfen waren die Zwischenfälle auf der Strecke. Der Schweizer Elite-Athlet Fabian Zehnder erlitt einen Crash und ein Staffel-Teilnehmer wurde von einem Funktionärs-Lieferwagen touchiert. Er blieb unverletzt, musste das Rennen aber wegen des defekten Rads und wegen des Schrecks aufgeben.

Bei den Kurzdistanzrennen sicherten sich der Riehener Valentin Gutknecht und die Baslerin Anna Zehnder den Tagessieg. Daneben war der Powerman geprägt von vielen Rennaufgaben.

Rund 700 Sportbegeisterte nahmen am Wochenende an den diversen Wettkämpfen anlässlich der World Triathlon Powerman Long Distance Duathlon World Championships teil. Der Samstag war ganz dem Breitensport gewidmet mit PowerKids und CharityRun.

Hier geht es zu den Ranglisten.

Mehr zu den Rennen gibt es in der Printausgabe vom Montag.

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