Referendum bodigt die Wiggertalstrasse knapp

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Rohtrist sagte Nein zur Wiggertalstrasse (Archivbild pmn)

Die Wiggertalstrasse sorgte bis zuletzt für Diskussionen. Wobei es ja eigentlich nicht die Umfahrungsstrasse an sich war, die zu reden gab: Vielmehr wurden die flankierenden Massnahmen kritisiert oder die für viele unbefriedigende Situation rund um den Ibis-Kreisel. Dem Gemeinderat war der Diskussionsbedarf der Bevölkerung bewusst und führte bereits vor der Gemeindeversammlung vom 4. März, an der zum ersten Mal über den Kredit für die Umfahrungsstrasse abgestimmt wurde, Informationsveranstaltungen durch. Vor der Urnenabstimmung fand Anfang September gar noch eine Podiumsdiskussion statt. Trotz der Bemühungen des Gemeinderates sprachen sich die Stimmberechtigten mit 1081 Nein- zu 911 Ja-Stimmen an der Urne gegen das Projekt aus.

«Der Gemeinderat bedauert den Entscheid natürlich, da es um die Verkehrsentlastung des Zentrums ging», so Ralph Ehrismann, der am Sonntag als Gemeindeammann wiedergewählt wurde. «Wir werten das knappe Ergebnis aber nicht als Nein zum Kredit oder zur Umfahrungsstrasse, sondern als Nein zu den flankierenden Massnahmen.» Der Kanton entscheidet nun, wie es weitergeht. «Es kann sein, dass nun lediglich die Kantonsstrasse und der Rösslikreisel saniert werden – nach dem Zeitplan des Kantons natürlich.» Dann sei mit langfristigen Baustellen zu rechnen. Denn abgestimmt wurde nicht über das Projekt an und für sich, sondern über den Kredit und somit die Mittelbeschaffung.

Kohinoor Bader, die das Referendum angeführt hat, freut sich über das Resultat und den Erfolg ihres Vorstosses. «Das Projekt wurde abgelehnt, weil es nicht überzeugt hat», so Bader. Für sie ist klar, dass es in Rothrist ein überregionales Verkehrskonzept braucht und sämtliche Partner, wie etwa das ASTRA, die Kantone und die Bevölkerung, einbindet.

Der Gemeinderat sucht nun nach Lösungen, wie die Wiggertalstrasse dennoch realisiert werden kann und sich auch die Nein-Stimmenden möglichst hinter das Projekt stellen können. «Wir müssen vorwärtsmachen, denn 2025 könnten die 9 Millionen Franken aus dem Agglo-Programm des Bundes wegfallen», sagt Gemeindeammann Ehrismann. Ob an den ungeliebten flankierenden Massnahmen etwas geändert werden kann, ist allerdings fraglich. Denn diese sind seit 2016 im kantonalen Richtplan eingetragen und der Kanton betonte in der Vergangenheit wiederholt, dass eine Umfahrungsstrasse nur mit flankierenden Massnahmen möglich ist.

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