Stadtammann- und Vizeammann-Wahl in Zofingen: Was machen Siegrist und Weishaupt?

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Im ZT-Wahlstudio stellten sich Dominik Gresch (l.), Christiane Guyer (2. v. l.) und Peter Siegrist (r.) den Fragen von ZT-Chefredaktor Philippe Pfister. Bild: jam

Mit grosser Spannung blickte der Bezirk gestern nach Zofingen, wo die Wahl eines neuen Stadtammanns sowie eines neuen Vizeammanns anstand. Entschieden ist nichts. Der Wahlkrimi geht weiter. Erst am 28. November weiss man, wer an der Spitze der Zofinger Stadtregierung steht.

Stadträtin Christiane Guyer (Grüne) erreichte ein hervorragendes Resultat. Sie holte 2024 Stimmen. Das waren aber neun Stimmen zu wenig, um als erste Frau Stadtammann in die Geschichte der Thutstadt einzugehen, denn das absolute Mehr lag bei 2033 Stimmen. Sie kann einigermassen entspannt in den zweiten Wahlgang gehen. Sie habe im Vorfeld von verschiedenster Seite grosse Unterstützung gespürt, sagte sie gestern im ZT-Wahlstudio.

Nicht zufrieden mit seinem Wahlergebnis ist Dominik Gresch (glp). Er holte 1158 Stimmen, 866 weniger als Guyer. «Ich bin enttäuscht, dass ich so weit zurückliege», sagte er. Die Grünen hätten von der politischen Grosswetterlage profitiert und von der Tatsache, dass eine nationale Abstimmung ihre Wählerinnen und Wähler mobilisiert habe. «Im November werden wir eine andere Ausgangslage haben», so Gresch Das Minimalziel – den zweiten Platz – habe er erreicht.

Zufrieden zeigte sich der Drittplatzierte, der parteilose Peter Siegrist, der seit Anfang 2018 im Stadtrat sitzt. Ihm sei wichtig gewesen, den Zofinger Stimmberechtigten nach dem Abgang von Hans-Ruedi Hottiger eine Auswahl zu bieten. Siegrist kam auf 844 Stimmen.

Wie sich Siegrist im Hinblick auf den zweiten Wahlgang verhält, ist entscheidend. Wenn er nochmals antritt, dürfte Christiane Guyer nach wie vor die besten Karten haben. Zieht er sich zurück, wird eher Dominik Gresch profitieren. Siegrist liess sich gestern nicht in die Karten blicken, was er vorhat. Er wolle zuerst einmal darüber schlafen und das Resultat analysieren. In Zofingen müsse man sich nun überlegen, ob man ein rot-grünes Duo an der Spitze wolle. «Vielleicht gibt es eine Korrektur», so Siegrist.

Ganz ähnlich die Ausgangslage bei der Vizeammannwahl. Am meisten Stimmen – 1541 – holte SP-Frau und Grossrätin Rahela Syed, die regelmässig gute Wahlergebnisse erzielt. Auf dem zweiten Platz folgt Andreas Rüegger mit 1304, auf dem dritten Rang der neu gewählte Mitte-Stadtrat Robert Weishaupt mit 1194 Stimmen. Für Rüegger, der sich gestern mit seinem Resultat zufrieden zeigte, ist klar, dass er Ende November zum zweiten Wahlgang antritt. Entscheidend ist, wie sich Weishaupt verhält. Wie Siegrist wollte er sich am Sonntag noch nicht festlegen. Dass er als Mitte-Kandidat ein so beachtliches Resultat erzielt habe, freue ihn – «ich darf sehr zufrieden sein», sagte er. Die Ergebnisse der Vizeammannwahl will er heute mit der Partei analysieren – und dann entscheiden, ob er nochmals antritt oder nicht. Falls er sich für einen Rückzug entscheidet, dürfte FDP-Mann Andreas Rüeg­ger profititieren – das Rennen wäre dann wieder völlig offen.

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