Bisher war es gratis: Wer nun ein Postfach will, muss zahlen – doch vielen ist das egal

postfach_Kaeser.jpeg
Nicht mehr gefragt: Mehr als die Hälfte aller Postfächer bleibt leer. Peter Käser

Es war gut verpackt: Im Sommer kündigte die Post an, dass sie die Preise für die A- und B-Post um 10 bzw. 5 Rappen erhöht – nach 17 Jahren ohne Preiserhöhung. Eher beiläufig wurde in der Medienmitteilung erwähnt, dass es auch Preisanpassungen bei den Postfächern geben wird. Doch die meisten Postkundinnen und -kunden dürften dies damals nicht mitbekommen haben.

Was die verkappte Botschaft konkret heisst, haben die Postfachnutzer erst jetzt erfahren. Sie erhielten nämlich Anfang Oktober ein Schreiben vom gelben Riesen, das einige Nutzer als dicke Post wahrnahmen: Ab 2022 stellt ihnen die Post 120 Franken pro Jahr in Rechnung, wenn sie das Postfach weiterhin nutzen wollen.

Heute ist ein Postfach gratis, wenn im Schnitt mehr als fünf Briefe pro Tag darin landen. «Die Briefmengen sind seit 2002 um 40 Prozent zurückgegangen», schreibt die Post. «Dass auch die Postfächer weniger genutzt werden, ist eine logische Folge.» Wer rasch kommunizieren müsse, schreibe heute Mails. «Immer weniger Kundinnen und Kunden sind darauf angewiesen, ihre Post frühmorgens und tagsüber im Postfach zu haben.»

54 Prozent der Postfächer sind heute leer

Von den 274'200 Postfächern, die die Post schweizweit besitzt, sind laut der Post mehr als die Hälfte leer: nämlich 153'200, also 54 Prozent. In den letzten zehn Jahren sind zudem bereits 407 Postfachanlagen verschwunden. Es gibt nun schweizweit noch gegen 1800. Die Post betont: Einige Kundinnen und Kunden profitierten auch von der neuen Regelung. Denn wer im Schnitt weniger als fünf Briefe pro Tag erhalten hat, musste bereits bisher eine Gebühr zahlen: 240 Franken pro Jahr. Für sie halbiert sich nun die Abgabe.

«Selbstverständlich gab und gibt es Reaktionen», hält die Post fest. Diese seien aber überschaubar. Die Post verspricht zudem, die neuen Preise würden es erlauben, «das Postfach-Angebot auch längerfristig aufrechtzuerhalten». Neben den höheren Preisen für die Briefe gibt es auch Preisanpassungen bei Nachsendeaufträgen nach Adressänderungen. Dafür holt die Post auf ihrer Zustelltour künftig bei KMU täglich bis zu fünf Pakete kostenlos ab.

Ihr Eintrag wird nach einer Überprüfung online gestellt.
Keine Kommentare vorhanden
Heute auf zofingertagblatt.ch
Frage des Tages
Marktplatz
regiostellen.ch
Hotel Restaurant-Adelboden
Service-Aushilfe, Mitarbeiter,
Müller
Verkaufberat. Naturkosmetik, Mitarbeiter, Langendorf
Müller
Verkaufsberater Schreibwaren, Mitarbeiter, Langendorf
Home Instead
Teilzeitselle im Stundenlohn, Mitarbeiter,
Pieroth Romanet SA
Hilfe!! Ich brauche DICH, Mitarbeiter,
Restaurant Schwendi
Koch EFZ / BG 1000%, Mitarbeiter,
regioimmo.ch
Abo-Service

Normal-Abo (e-Paper/Digital inkl.)

Schnupper-Abo / Probe-Abo

Digital-Abo

Leserangebote
Partner