Biden: Kampf gegen Klimakrise birgt grosse wirtschaftliche Chancen

US-Präsident Joe Biden sieht im Kampf gegen die drohende Klimakatastrophe auch grosse wirtschaftliche Chancen. Der Kampf gegen die Erderhitzung biete die Gelegenheit, Millionen gut bezahlter Jobs zu schaffen - etwa durch den Ausbau von Elektromobilität oder erneuerbaren Energien.

Bei dem von ihm ausgerichteten zweitägigen Online-Klimagipfel mit Dutzenden Staats- und Regierungschefs sagte Biden am Freitag ausserdem, die Vereinigten Staaten wollten beim Klimaschutz wieder eine Führungsrolle einnehmen.

Er rief zu internationaler Zusammenarbeit auf und lobte ausdrücklich die Signale der Kooperationsbereitschaft des russischen Präsidenten Wladimir Putin, den Biden angesichts der dramatischen Klimakrise gezielt bei dem Gipfel mit den Tisch geholt hatte. Putin hatte dort am Donnerstag ungeachtet zahlreicher politischer Konflikte zwischen Russland und dem Westen den Klimaschutz als verbindendes Element bezeichnet und gemahnt, die gesamte Weltgemeinschaft müsse ihre Anstrengungen vereinen. Russland sei bereit, "eine ganze Reihe" gemeinsamer Klimaschutzprojekte anzubieten. Biden nannte Putins Botschaft am Freitag "ermutigend" und sagte, die USA sähen einer Zusammenarbeit mit Moskau in dieser Frage entgegen.

Auch der US-Präsident rief zu einem internationalen Kraftakt auf, um die Klimakrise einzudämmen. Er dankte den Staats- und Regierungschefs beim Gipfel für ihre Klimaschutz-Zusagen.

Biden hatte am Vortag selbst ein neues Klimaziel der US-Regierung verkündet: Die USA wollen bis zum Ende des Jahrzehnts ihre Treibhausgasemissionen im Vergleich zu 2005 mindestens halbieren. Mit dem neuen Ziel erfüllen sie eine Vorgabe des Pariser Klimavertrags, in den Biden das Land am ersten Tag im Amt zurückgeführt hatte. Sein Vorgänger Donald Trump war aus dem Abkommen ausgestiegen. Dies sieht vor, dass die Vertragsstaaten ihre Klimaziele alle fünf Jahre nachbessern. Bei der Weltklimakonferenz im November in Glasgow sollen dies alle Partner offiziell tun.

Der von Biden ausgerichtete Gipfel gilt als wichtige Vorbereitung für Glasgow. Der US-Präsident betonte, es handele sich um eine Zwischenstation auf dem Weg dorthin: "Dieser Gipfel ist ein Anfang."

Experten sind sich einig, dass sich bis 2030 weltweit viel mehr tun muss, wenn die Erderwärmung, wie 2015 von knapp 200 Staaten in Paris vereinbart, deutlich unter zwei Grad bleiben soll. Schon jetzt hat sich die Erde um rund 1,2 Grad im Vergleich zur vorindustriellen Zeit erhitzt. Am ersten Tag des Online-Klimagipfels hatten die Teilnehmer eindringlich auf die existenzielle Bedrohung durch die Klimakrise hingewiesen und ihre schon sichtbaren fatalen Folgen: Je nach Region gibt es mehr Hitzewellen und Dürren sowie Starkregen, Stürme, Unwetter und Überschwemmungen. Den zweiten Tag nutzten sie vor allem dafür, die Chancen zu unterstreichen, die der Kampf gegen die Krise birgt.

Der US-Klimabeauftragte John Kerry betonte: "Niemand wird darum gebeten, ein Opfer zu erbringen." Vielmehr biete entschlossenes Handeln gegen die Klimakrise die Möglichkeit, Bereiche wie Gesundheit, Wirtschaft, Arbeitsmarkt und Sicherheit zu verbessern.

Die Regierungschefs mehrerer Staaten berichteten von Beispielen, wie sie gegen den Klimawandel angehen und daraus gleichzeitig wirtschaftlichen Nutzen ziehen. Die dänische Ministerpräsidentin Mette Frederiksen etwa berichtete von einer Energieinsel zur Speicherung von Offshore-Windenergie, die rund 80 Kilometer vor der Küste Jütlands entstehen soll. Es handelt sich um das grösste Bauprojekt der dänischen Geschichte. Frederiksen sagte, schon heute stammten 50 Prozent des dänischen Stroms aus der Windenergie, das solle weiter ausgebaut werden. Nächste Aufgabe sei es, grüne Energie in grüne Kraftstoffe umzuwandeln, um damit die Emissionen von Lastwagen, Flugzeugen und Schiffen zu senken. Diese Innovationen schafften zahlreiche neue Arbeitsplätze. Dänemark hat das Ziel ausgegeben, die Treibhausgasemissionen des Landes bis 2030 um 70 Prozent im Vergleich zum Niveau des Jahres 1990 zu senken. Das ist derzeit das ambitionierteste Emissionsziel aller EU-Staaten.

Der emiratische Vizepräsident, Scheich Mohammed bin Raschid al-Maktum, sagte, die Vereinigten Arabischen Emirate gehörten zwar zu den grössten Öl-Exporteuren der Welt. Sie hätten jedoch vor 15 Jahren die strategische Entscheidung getroffen, in erneuerbare Energien zu investieren, und betrieben inzwischen zwei der grössten Solaranlagen der Welt. Eine dritte solle folgen. Die Emiraten gehören dank ihrer Einnahmen aus dem Geschäft mit Öl und Gas zu den reichsten Ländern der Welt. Trotz der grossen Ressourcen bemüht sich das sonnenreiche Land, den heimischen Energiebedarf mit anderen Mitteln zu decken.

Biden bemüht sich gerade, auch der eigenen Bevölkerung gewaltige Investitionen in die Infrastruktur des Landes, den Ausbau der Elektromobilität und die Energiewende schmackhaft zu machen. Er betont dabei stets, auf diesem Weg liessen sich Millionen Arbeitsplätze schaffen. Der US-Präsident plant in den kommenden acht Jahren Ausgaben in Höhe von rund 2 Billionen US-Dollar (1,7 Billionen Euro) für sein Infrastrukturprogramm. Das entspräche etwa 10 Prozent der jährlichen Wirtschaftsleistung der USA. Innenpolitisch stösst das Vorhaben angesichts der immensen Ausgaben auf einigen Widerstand unter Republikanern. Biden nutzte auch den Klimagipfel, um für sein vorgeschlagenes Programm zu werben.

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