Ocon gewinnt verrückten Grand Prix

Esteban Ocon im Alpine-Renault gewinnt den völlig verrückten Grand Prix von Ungarn in Mogyorod und feiert in seinem 76. Rennen den ersten Triumph.

Das Rennen begann bei leichtem Regen mit einem Paukenschlag. Valtteri Bottas im Mercedes und Lance Stroll im Aston Martin-Mercedes waren in der ersten Kurve für zwei Massencrashs verantwortlich, was zu einem Rennabbruch führte. Für die Sünder selber war der elfte Saison-GP damit genauso vorbei wie für die unschuldigen Opfer Sergio Perez (Red Bull-Honda), Charles Leclerc (Ferrari) und Lando Norris (McLaren-Mercedes).

Bottas wie Stroll wurden für ihre Aktionen nach dem Rennen bestraft und werden im nächsten GP in der Startaufstellung um fünf Plätze zurückversetzt. Dieser findet erst in vier Wochen statt. Es ist der Grand Prix von Belgien in Spa-Francorchamps.

Zu den Opfern gehörten auch Max Verstappen (Red Bull-Honda), Daniel Ricciardo (McLaren-Mercedes) und Pierre Gasly (AlphaTauri-Honda), deren arg beschädigte Autos bis zum Neustart nur notdürftig repariert werden konnten und nicht mehr hundertprozentig konkurrenzfähig waren.

Kurioses spielte sich beim Neustart ab. Als Einziger (!) fuhr der aus der Pole-Position gestartete Hamilton auf der abgetrockneten Strecke mit den Intermediate-Pneus zum Startplatz, alle anderen bogen in die Boxengasse ab und liessen sich Slick-Reifen montieren. Hamilton holte das Versäumte eine Runde später nach und begann vom letzten Platz aus seine Aufholjagd. Völlig ungewohnt das Führungsquartett: Esteban Ocon vor Sebastian Vettel (Aston Martin-Mercedes), Nicholas Latifi (Williams-Mercedes) und Yuki Tsunoda (AlphaTauri).

Ocon und Vettel konnten ihre Plätze bis ins Ziel behaupten. Für den 25-jährigen Franzosen war es der erste Sieg im 76. WM-Rennen, bisher stand er nur einmal als Zweiter 2020 in Bahrain auf dem Podest. Der vierfache Weltmeister Vettel verpasste seinen 54. GP-Sieg nur um 1,8 Sekunden.

Ocons Teamkollege Fernando Alonso, der am vergangenen Freitag seinen 40. Geburtstag feierte, hatte massgeblichen Anteil daran, dass Hamilton seine bemerkenswerte Aufholjagd nicht mit dem 100. Sieg krönen konnte. Der Spanier hielt rundenlang den angriffigen 36-jährigen Briten in Schach. Ohne diese Manöver hätte Hamilton in Ungarn seinen 8. Sieg seit 2007 feiern können, auf Rang 1 fehlten am Schluss nur 2,7 Sekunden.

Hamilton mit Schwindelanfällen

Für den siebenfachen Champion war das 275. WM-Rennen eines der anstrengendsten. Er musste sich kurz nach Zieldurchfahrt wegen Schwindelgefühlen sogar ärztlich behandeln lassen. "Das sind auch Corona-Nachwehen", erklärte Hamilton, der im Dezember 2020 an Covid-19 erkrankt war. "Es ist noch nicht vorbei. Seither sind die Trainings anders, die Müdigkeit anders. Ich werde auch in den Rennen immer schneller müde."

In der WM-Wertung übernimmt Hamilton wieder die WM-Führung, die er nach dem fünften Rennen in Monaco an Max Verstappen abgeben hatte müssen. Er liegt nun sechs Zähler vor dem Niederländer (192:186). Den Zusatzpunkt für die schnellste Runde schnappte ihm in der letzten Runde noch Pierre Gasly (AlphaTauri) weg.

Weltrekord für Verstappen-Team

Max Verstappen war wie schon vor zwei Wochen in Silverstone, als er von Hamilton abgeschossen worden war, der grosse Verlierer. Mit seinem ramponierten Red Bull-Honda konnte der 23-Jährige als Zehnter nur noch einen WM-Punkt retten. "Das Auto hat übersteuert und untersteuert. Eigentlich war es kaum mehr fahrbar." Kleiner Trost: Seiner Crew gelang bei Verstappens Reifenwechsel mit 1,8 Sekunden ein Weltrekord.

Keine Punkte für Alfa Romeo-Ferrari

Die Fahrer von Alfa Romeo-Sauber können vom Chaos nicht profitieren: Kimi Räikkönen wird Elfter, Antonio Giovinazzi 14. und damit Letzter, nachdem beide eine Zeitstrafe aufgebrummt erhielten. Der Finne wurde mit 10 Sekunden bestraft wegen Behinderung von Nikita Masepin (Haas-Ferrari), der Italiener mit einer Stop-and-Go-Strafe wegen Überschreitung des Tempolimits in der Boxengasse.

In der Teamwertung fiel das Hinwiler Team auf den 9. Rang zurück, weil Nicholas Latifi (8.) und George Russell (9.) die ersten sechs WM-Zähler für Williams holten.

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