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Luzerner SVP nominiert Armin Hartmann für die Regierungsratswahlen

Armin Hartmann steigt für die SVP Luzern ins Rennen um einen Sitz im Luzerner Regierungsrat. Damit haben alle Kantonsratsparteien ihre Nominationen für die Wahlen im April 2023 bekanntgegeben. 

Die Luzerner SVP schickt erwartungsgemäss Kantonsrat Armin Hartmann ins Rennen, um den Sitz der Partei im Regierungsrat zu verteidigen. Die Delegierten haben den 45-jährigen Finanzpolitiker am Donnerstagabend nominiert. Sein Konkurrent, Kantonsrat Thomas Schärli, hatte das Nachsehen.

Hartmann setzte sich bei der Versammlung in Oberkirch mit 121 Stimmen klar durch. Auf Schärli entfielen sechs Stimmen, wie Parteisekretär Remo Schranz auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA mitteilte.

Auf Antrag sei die Abstimmung nicht geheim, sondern offen ausgeführt worden. Vor der Wahl stellten sich die beiden Kandidaten den Fragen von Parteipräsidentin Angela Lüthold. Laut Schranz gab es nur wenige Voten aus dem Publikum.

Hartmann ist seit 2007 Mitglied des Kantonsrats. Dort steht er der SVP-Fraktion vor und profilierte sich als prinzipientreuer Finanzpolitiker und Verfechter tiefer Steuern. Der Ökonom arbeitete viele Jahre in seinem Wohnort Schlierbach als Gemeindeammann und führt eine eigene Beratungsfirma.

Der unterlegene Thomas Schärli hatte sein Interesse kurz vor der Nominationsversammlung publik gemacht. Der 43-jährige Elektromonteur aus Meggen gehört seit 2011 mit einer Unterbrechung von zwei Jahren dem Kantonsparlament an. 

Die SVP muss an den Luzerner Gesamterneuerungswahlen vom 2. April 2023 den freiwerdenden Sitz von Regierungsrat Paul Winiker ersetzen. Am Tag, als der Justiz- und Sicherheitsdirektor seinen Rücktritt bekannt gab, schlug die Leitung der SVP Hartmann als Kandidaten vor.

Drei Vakanzen im Regierungsrat sind zu besetzen

Mit der Nomination von Hartmann haben sämtliche Kantonsratsparteien ihre Kandidaturen für die Regierungsratswahlen bestimmt. Bei diesen treten einzig Bau-, Umwelt- und Wirtschaftsdirektor Fabian Peter (FDP) und Finanzdirektor Reto Wyss (Mitte) erneut an. Neben dem SVP-Magistraten Winiker verzichten auch Gesundheits- und Sozialdirektor Guido Graf (Mitte) und Bildungs- und Kulturdirektor Marcel Schwerzmann (parteilos) auf eine Kandidatur.

Die Mitte portierte neben dem Bisherigen Wyss Kantonsrätin Michaela Tschuor. Die SP will mit Kantonsrätin Ylfete Fanaj ihren 2015 verlorenen Sitz zurückerobern. Die Grünen setzen auf Grossstadträtin Christa Wenger und die GLP auf Kantonsrätin Claudia Huser. Ferner wollen Jungparteien an den Regierungsratswahlen teilnehmen.