
Während der Autofahrt: Italiener schaut Fussball auf dem Handy
An einem Sonntagabend Ende April fuhr ein Italiener von Hunzenschwil zu seinem Wohnort in Lenzburg, als er kurz vor 20 Uhr von der Fahrspur abkam. Grund war, dass seine Aufmerksamkeit nicht der Strasse galt, sondern seinem Mobiltelefon. Nicht etwa, weil eine Nachricht oder ein Anruf eingegangen war, vielmehr schaute der damals 41-Jährige auf seinem Handy einen Fussballmatch, wie die Staatsanwaltschaft in einem Strafbefehl festhält, der kürzlich rechtskräftig wurde.
Das Verhalten hatte Folgen. Der Mann überfuhr mit seinem VW nicht nur eine Sicherheitslinie, er prallte auf der Aarauerstrasse im Innerortsbereich in einen Inselschutzpfosten. Und es hätte noch sehr viel schlimmer kommen können: Das Fahrzeug verfehlte nur knapp einen Mann, der bei der Verkehrsinsel über den Fussgängerstreifen laufen wollte.
Bedinge Geldstrafe über knapp 13’000 Franken und Busse
Nach der Kollision mit dem Pfosten hielt der Mann kurz an, kehrte aber nicht um und kümmerte sich auch nicht um den Schaden. Stattdessen drückte er aufs Gas und fuhr nach Hause. Wie die Staatsanwaltschaft schreibt, kostete die Autoreparatur rund 4000 Franken, dem Kanton ist durch den kaputten Inselschutzpfosten ein Schaden von 2000 Franken entstanden.
Kommt hinzu, dass der Italiener gar nicht hätte fahren dürfen: Das Strassenverkehrsamt hatte ihm den Führerausweis bereits auf unbestimmte Zeit entzogen. Deshalb flatterten weitere Rechnungen ins Haus: eine Busse von 3700 Franken und Strafbefehlgebühren von 1400 Franken, zusammen also 5100 Franken. Und wenn sich der Mann erneut ein Verkehrsdelikt zuschulden kommen lässt, kann es noch sehr viel teurer werden, die Staatsanwaltschaft hat eine bedingte Geldstrafe von 160 Tagessätzen zu 80 Franken (12’800 Franken) ausgesprochen, mit einer Probezeit von zwei Jahren.