Nationalratswahlen Luzern: Da lacht die grünliberale Partei – SVP und FDP weinen

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Robert Fischer von den Grünliberalen (glp) zieht wieder in den Nationalrat ein, nachdem er vor vier Jahren rausgeflogen war. (Bild: Keystone)
Die wiedergewählte Altishofer CVP-Nationalrätin Ida Glanzmann im Interview mit ZT-Redaktor Ronnie Zumbühl.
In Luzern angetroffen: Wikons CVP-Gemeindepräsidentin Michaela Tschuor (Mitte) war auf der Liste der CVP-Frauen. Links Martina Winiger, welche die Wahlresultate von Buttisholz nach Luzern brachte. Sie ist ab 1. Dezember neue Gemeindeschreiberin von Wikon. Rechts der Sempacher CVP-Gemeindepräsident Franz Schwegler.
Franz Grüter (SVP) ist der bestgewählte Luzerner Nationalrat.
Der wieder in den Nationalrat gewählte Roland Fischer mit seinen Parteikolleginnen.
Der wieder gewählte Ständerat Damian Müller gibt ein Interview.
Wie ein Fussballmatch: Warten auf die Wahlresultate im Luzerner Regierungsgebäude am Sonntag.
Die wieder gewählte CVP-Nationalrätin Andrea Gmür (rechts) mit der langjährigen Nationalrätin Judith Stamm
CVP-Kandidatin Andrea Gmür verpasste das absolute Mehr für den Ständerat.
CVP-Nationalrat Leo Müller (links) mit CVP-Präsident Pirmin Jung. Auch er durfte seine Wiederwahl feiern.
Die wieder gewählte SP-Nationalrätin Prisca Birrer-Heimo im Gespräch mit FDP-Regierungsrat Fabian Peter.
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Der Jubel im Lichthof des Luzerner Regierungsgebäudes galt am gestrigen Wahlsonntag vor allem den grünen Parteien. Da war zum einen die glp, die durch Roland Fischer wieder eine Luzerner Vertretung in der grossen Kammer hat. Ihr Wähleranteil stieg im Vergleich zu den Wahlen vor vier Jahren von 5,7 auf 7,1 Prozent. Zum anderen galt der Applaus den Grünen mit ihrem Nationalrat Michael Töngi. Zwar holte sich die Partei entgegen der Hoffnung des Parteipräsidenten Maurus Frey keinen zweiten Sitz. Immerhin erhöhte die Partei ihren Wähleranteil von 7,1 auf 12,2 Prozent. Das ist ein gutes Ergebnis, obschon der Wert schweizweit sogar bei 13 Prozent liegt.

Grüne sind mittlerweile fast so stark wie SP

Damit kommen die Grünen mit ihrem kantonalen Wähleranteil in die Nähe der SP, die mit 13,53 Prozent 0,03 Prozentpunkte an Wähleranteil einbüsste, aber weiterhin mit einem Sitz vertreten ist. «Im Gegensatz zu anderen Kantonen sind wir sehr stabil», sagt der kantonale Parteipräsident David Roth. Der Wähleranteil der SP sank schweizweit um 2,3 Prozentpunkte. Positiv zu werten sei ferner, dass die FDP und die SVP je einen Sitz verloren hätten, sagt Roth. Er freute sich auch über das gute Resultat von Prisca Birrer. Auch für die CVP waren es keine schlechten Wahlen. Schweizweit konnte sie ihre Wählerstärke um 0,2 Prozentpunkte steigern, im Kanton Luzern sogar von 23,9 auf 25,5 Prozent. Die Partei schreibt: «Trotz zahlreicher negativer Prognosen ist es mit einem hervorragenden Kandidatenticket, überzeugenden Unterlisten und einem intensiven Wahlkampf gelungen, den vermeintlich verlorenen dritten Sitz zu sichern.» Ida Glanzmann aus Altishofen erzielte wieder ein sehr gutes Resultat. 37 217 Stimmen konnte sie auf sich vereinigen. «Man kennt mich und meine Arbeit. Das schlägt sich in den Stimmen nieder», sagt die bisherige Nationalrätin.

SVP erlitt einen Verlust von fast vier Prozent

Die grossen Verlierer dieser Wahl sind im Luzernischen die SVP und die FDP. Beide verlieren sie einen Sitz im Nationalrat. Die FDP büsste fast drei Prozent Wähleranteil ein und liegt nun mit 15,5 Prozent knapp vor der SP. Schweizweit liegt die Quote aber noch tiefer, bei 15,3 Prozent. «Der Verlust an Wähleranteil und die Nichtwahl von Peter Schilliger ist eine schmerzliche Enttäuschung», schreibt die FDP in einer Mitteilung.

Die wohl grösste Verliererin ist die SVP. Ihr Wähleranteil sank von 28, 5 Prozent im Jahr 2015 auf 24,8 Prozent. Schweizweit liegt dieser Wert leicht höher, bei 25,8 Prozent. Damit ist die SVP im Kanton Luzern auch nicht mehr wählerstärkste Partei. Sie muss dieses Prädikat an die CVP abgeben, die ihren Wähleranteil auf 25,5 Prozent steigern konnte.

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