Erfolgreiche Luzerner Lehrabschlüsse trotz Corona-Krise

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Symbolbild (Archiv)

Trotz erschwerter Umstände wegen des Coronavirus haben im Kanton Luzern nicht weniger Jugendliche die Lehrabschlussprüfung bestanden als in anderen Jahren. Die Erfolgsquote stieg 2020 gegenüber 2019 sogar von 94,48 Prozent auf 95,62 Prozent. In den letzten fünf Jahren habe die Erfolgsquote stets zwischen 94,48 Prozent im 2019 und 95,51 Prozent im 2016 gelegen, teilte die Dienststelle Berufs- und Weiterbildung des Kantons Luzern gestern mit. Der Jahrgang 2020 könne als sehr guter und absolut normaler Abschlussjahrgang betrachtet werden. 

Die guten Resultate seien unter Berücksichtigung der herausfordernden und erschwerten Prüfungsbedingungen umso höher zu werten. Um das Ansteckungsrisiko zu minimieren, wurden die Lehrabschlussprüfungen in angepasster Form durchgeführt. Die Prüfungszeit sei verlängert worden, und die Jugendlichen seien lange im Unklaren gewesen, ob sie überhaupt zu den Prüfungen antreten könnten, so die Dienststelle Berufs- und Weiterbildung. 

Die schriftlichen Abschlussprüfungen seien ausgefallen, an ihre Stelle seien die Notendurchschnitte aus den Berufsfachschulen gesetzt worden. Teilweise fanden auch keine praktischen Abschlussprüfungen statt. Insgesamt bestanden in diesem Jahr 3937 junge Berufsleute ihren Lehrabschluss in 301 verschiedenen Berufen. Von diesen absolvierten 2130 in 178 Berufen die praktische Prüfung. Bei den 1807, die wegen der Epidemie keine praktische Schlussprüfung machten, wurden ihre betrieblichen Erfahrungsnoten beigezogen (zum Beispiel KV oder Detailhandel) oder die Lehrbetriebe beurteilten ihre Praxisleistungen (etwa Gesundheits- und Sozialberufe).  

656 junge Berufsleute schlossen die Berufsmaturität erfolgreich ab, was einer Quote von 99 (2019: 98) Prozent entspricht. Wie bei der beruflichen Grundbildung entfielen auch die schriftlichen Berufsmaturitätsprüfungen. Stattdessen zählten die Erfahrungsnoten der Semester. Auch bei den Maturandinnen und Maturanden war die Bestehensquote 2020 trotz Corona höher als in anderen Jahren. 1,7 Prozent erreichten die Hochschulreife nicht. Im langjährigen Schnitt sind es 2,9 Prozent. Die Gymnasien führten wegen der Pandemie nur schriftliche und keine mündlichen Prüfungen durch. Zum Ausgleich wurden die Rundungsregeln grosszügiger ausgelegt. 

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