Pro Tag fallen 125 SBB-Züge aus, weil es keinen gibt, der sie fahren kann

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Bei den SBB fehlen Lokführer – deshalb fallen täglich Züge aus. (Bild: Keystone)

Die Voraussagen haben sich bewahrheitet: Bereits Ende 2019 hat der Lokführer-Verband davor gewarnt, dass sich die Situation rund um die fehlenden Lokführer zuspitzen könnte. Und das hat sie getan. Recherchen des Magazins «K-Tipp» zeigen: Die SBB streichen pro Tag 125 Züge wegen Lokführermangels.

Vor allem morgens und abends haben die SBB Züge gestrichen oder sie nach dem Shutdown gar nicht wieder eingeführt. Dies seit August und gleich in mehreren Regionen der Schweiz.

Ein Beispiel: Auf der Strecke Zürich–Regensdorf-Watt fallen pro Tag 10 Züge aus, auf der Linie Zürich–Muri sind es 14. Zwischen Genf und Coppet fehlen gar 76 Verbindungen.

SBB-Mediensprecher Rafael Hirt bestätigt die Recherchen des «K-Tipps» gegenüber «SRF». «Der Grund sind Fehler in der Planung der Ausbildung von Lokführerinnen und Lokführern», erklärt er. «Wir brauchen pro Jahr 100 neue Lokführerinnen und Lokführer.»

Die Ausfälle werden wohl noch eine Zeit andauern. «Die Ausfälle dauern teils bis Mitte September, teils auch bis zum Fahrplanwechsel im Dezember», sagt Hirt. Faktisch wird es aber bis Mitte 2021 dauern, bis wieder genügend Lokführerinnen und Lokführer vorhanden wären.

Auch die Coronakrise sei schuld. «Corona schränkt die Ausbildung immer noch ein», sagt Hirt. Das Social Distancing verzögere die Ausbildung – man dürfe zurzeit nicht mit der normalen Anzahl Personen in den Führerstand.

Dies bestätigt auch der Präsident des Lokführer-Verbandes Hubert Giger: «Die Coronakrise verzögerte die Ausbildung ganz klar um einen bis zwei Monate», sagt der Lokführer gegenüber dem SRF. Das sehe man auch unter anderem daran, dass Züge gestrichen werden, obwohl es durch den Ausfall des Eventverkehres und der Nachtzüge eigentlich eher weniger Lokführerinnen und Lokführer bräuchte. «Das deutet schon darauf hin, dass viel zu wenige Lokführer vorhanden sind», unterstreicht Giger.

Die SBB empfehlen Pendlern, stets den Online-Fahrplan zu kontrollieren.

Ihr Eintrag wird nach einer Überprüfung online gestellt.

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Ueli Bühler
schrieb am 19.08.2020 11:15
ist genau vor dieser Situation von Fachleuten gewarnt worden. Niemand fühlte sich offenbar zuständig genügend Personal auszubilden. Immer erst reagieren wenn es zu spät ist scheint zur Normalität geworden zu sein. Die verantwortlichen verdienen ja nur ein paar Hunderttausend Franken im Jahr. Die kleinen Angestellten können wie meistens nichts für die Böcke der Verantwortlichen.
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