Das Leben, festgehalten in Musik

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Die Zofingerin Nathalie Laesser Zweifel an ihrer CD-Release in Aarau. Bild: Stefan Glur

Nathalie Laesser Zweifel, ausgezeichnet 2015 mit dem Werkpreis des Aargauer Kuratoriums, stellte am vergangenen Freitagabend in der alten Kanti Aarau ihre CD «Instants» einem zahlreich erschienenen Publikum vor. Zu jeder Komposition konnte der Zuhörer einer kleinen Geschichte lauschen. Die Augenblicke, wann und wie die Musik entstanden ist, das schien Nathalie Laesser Zweifel wichtig zu sein. 

Ensemble soll auch neben der Bühne funktionieren 

Das Sextett, bestehend aus Saxofon (Rafael Baier), Harfe (Eliane Koradi-Zweifel), E-Gitarre (David Wildi), Klavier (Nathalie Laesser Zweifel), Violoncello (Claudia Kovacs) und Perkussion (Daniel Hächler), bilde eine Wunschbesetzung. Nathalie Laesser hat die Musikerinnen und Musiker sorgfältig zusammengestellt. Es sei ihr wichtig, dass es auch neben der Bühne stimmig bleibe, besteht doch das Musikersein aus vielen Reisen und Augenblicken. 

Drei Frauen und drei Männer, Musikerschaffende mit eher klassischer oder jazziger Richtung, wurden von ihr in eine farbige Besetzung zusammengefügt. Der Zuhörer vermisst dann entweder beides oder mag es, wenn die Musik stilistisch weder das eine noch das andere ist. Eingängig, nicht herausfordernd, vielleicht gerade die richtige Musik in dieser sonst schon genug belastenden Coronazeit. Nathalie Laesser arrangiert gerne in allen möglichen Kombinationen, die ihre Besetzung hergibt. Nur ein Stück wird wirklich als Sextett gespielt. Jede Komposition von Nathalie Laesser erzählt dem Publikum einen Augenblick, geboren aus dem Leben, festgehalten in Musik. 

Von der Mongolei über Brasilien bis zu den Inkas 

Der Titel «Gobi» zum Beispiel inspiriert durch eine Reise in die Mongolei. Vor dem inneren Auge ziehen die grossen Weiten dieses Landes vorbei und spiegeln sich in klingenden Tonbildern. «Flamenco», im typischen Zweivierteltakt der brasilianischen Musik, entstand in einer Nacht in Rio de Janeiro, morgens um drei Uhr, als gleichzeitig mehrere Bands musizierten und die Künstlerin deswegen nicht schlafen konnte. Wenn die für Osteuropa typische Rahmentrommel die musikalische Führung übernimmt, dann ist Daniel Hächler am Werk. Der einzige Musiker im Sextett, der seit Anfang in allen wechselnden Besetzungen mit von der Partie ist. 

Klänge, inspiriert durch griechische Klöster (Metéora), den Navajo Trail hoch in den Rocky Mountains oder die Inka-Pyramiden,versteckt in den Wäldern in Belize, nehmen das Publikum an diesem Abend mit auf eine Reise von prägenden Augenblicken und gefühlten Momenten. Die alte Kanti Aarau, mit ihrer schönen Aula aus Holz, ein gelebter Arbeitsort der Pädagogin Nathalie Laesser Zweifel. Es mag daran gelegen haben, dass Flipchart und Rednerpult während dem Konzert auf der Bühne stehen geblieben sind. 

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