Neues Paketzentrum: Die Post schafft in Buchs 150 neue Jobs

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Auf dem ehemaligen Gelände der TNT Swiss Post entsteht ein neues Paketzentrum der Post. © Nadja Rohner / Aargauer Zeitung

Als das Logistikunternehmen TNT Swiss Post 2018 seinen Wegzug in Richtung Oftringen bekanntgab, war die Enttäuschung bei den Buchser Behörden gross. 300 Arbeitsplätze fielen weg.

Lange war nicht öffentlich bekannt, was nach dem Abgang der TNT aus deren ehemaligem Standort – eine grosse Halle im Gebiet Neubuchs im Besitz der Lagerhäuser Aarau AG – werden soll. Nun verrät es ein Baugesuch: Die Post AG will am Amsleracherweg ein regionales Paketzentrum schaffen – und damit rund 150 Arbeitsplätze. 

«Der Onlinehandel boomt und Zahl der Pakete nimmt seit einigen Jahren stetig zu», erklärt Post-Sprecherin Léa Wertheimer. Die Coronakrise hat das verstärkt: Während des ersten Lockdowns hat sich das Paketvolumen innert Kürze auf das Niveau erhöht, das die Post AG bei normalem Wachstum eigentlich erst in etwa zwei Jahren erwartet hätte.

Drei grosse Paketzentren und vier regionale bestehen schon

Zu Gute kam dem Unternehmen bei der Bewältigung des Corona-Paketbergs, dass es die bestehenden grossen Paketzentren in Frauenfeld (TG), Härkingen (SO) und Daillens (VD) bereits für 60 Millionen Franken ausgebaut und für über 190 Millionen Franken vier neue regionale Paketzentren geschaffen hatte. Letztere befinden sich in Cadenazzo (TI), Vétroz (VS), Ostermundigen (BE) und seit November 2020 in Untervaz (GR). «Dass diese vier Zentren alle schon fertiggestellt sind, hat uns geholfen, die grosse Menge an Paketen im vergangenen Jahr zu bewältigen», so Wertheimer.

Die Post will mit den regionalen Zentren nicht nur dem erhöhten Paketaufkommen begegnen, sondern auch ökologischer und schneller werden. «Paketsendungen, die am Folgetag ankommen sollen, nehmen stark zu», erklärt die Post-Sprecherin. Heute macht ein Paket, das von Küttigen nach Teufenthal verschickt wird, einen relativ grossen Umweg. «Die meisten Pakete für den Grossraum Aarau verarbeiten wir aktuell in Paketzentrum Härkingen und im Verteilzentrum Mägenwil. Mit dem neuen Standort in Buchs können wir die Logistikkette in der Region engmaschiger gestalten, die beiden erwähnten Standorte entlasten und gleichzeitig die Kapazitäten ausbauen.»

In das weisse Gebäude beim Kreisel zieht die Post. Als das Foto aufgenommen wurde, war hier noch die TNT eingemietet.

In das weisse Gebäude beim Kreisel zieht die Post. Als das Foto aufgenommen wurde, war hier noch die TNT eingemietet.

© Severin Bigler / 2.2.2018

Geht alles nach Plan, wird das neue regionale Paketzentrum Buchs im ersten Halbjahr 2022 seinen Betrieb aufnehmen. Weitere, etwa in Utzensdorf BE, sollen folgen. Die Standortsuche sei nicht einfach, sagt Wertheimer. Deshalb ist die Anlage in Buchs ein Glücksfall für die Post. Nicht nur, weil bereits ein gut erschlossenes Gelände existiert. Sondern auch, weil das Gebäude auf einen Logistikbetrieb ausgerichtet ist. Im Innern wird eine Sortieranlage eingebaut, die rund 5000 Pakete pro Stunde abwickeln kann. Sie sei «das Herzstück eines modernen Paketzentrums», so Wertheimer.

Was die Umnutzung für die Anwohner bedeutet

Das aufliegende Baugesuch betrifft Modifikationen am Gebäude und an der Zufahrt. Die Verladestationen an der Süd- und Westfassade sollen modernisiert werden. Unter anderem sind neue Tore geplant, die Energieverluste und Lärmemissionen reduzieren. Es wird im Süden 20 Verladerampen für Lastwagen und im Westen 12 Rampen für Lieferwagen (Sprinter) geben.

Neu herrscht Einbahnbetrieb: Das Gebäude wird wie bisher von Süden (Amsleracherweg) angefahren, bei der Abfahrt werden die Fahrzeuge aber direkt auf den Juraweg und dann den Nordring geleitet. Für die Anwohner, die über die Emissionen der TNT nicht glücklich waren, ergeben sich Verbesserungen – jedoch nicht nur.

Die Post arbeitet im Gegensatz zur TNT auch am Samstag, jedoch reduziert. Die Verkehrsbelastung für den Amsleracherweg nimmt laut einem Gutachten tendenziell ab, im östlichen Abschnitt nachts aber markant zu. Die verlangten Lärmgrenzwerte würden gemäss den Berechnungen eingehalten, heisst es im Gutachten.

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